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(Aus) Geschichte lernen! – Unsere Gedenkstättenfahrt zur Wewelsburg

Vom 13. bis 15 April 2026 unternahm unsere Schule eine Gedenkstättenfahrt zur Wewelsburg. Unter dem Programmtitel „(Aus) Geschichte lernen!“ setzten wir uns intensiv mit der Vergangenheit dieses besonderen Ortes auseinander.

Die Wewelsburg ist sowohl ein Ort der Täter als auch ein Ort der Opfer und nimmt damit eine besondere Rolle in der Erinnerungskultur ein. Während der Zeit des Nationalsozialismus planten die Nationalsozialisten hier ein ideologisches Zentrum für die SS. Gleichzeitig befand sich in unmittelbarer Nähe ein Konzentrationslager.

Tag 1: Ankunft, Einführung und erste Erkundungen

Unsere Reise begann am Montagmorgen um 8:00 Uhr am Duisburger Hauptbahnhof. Nach der gemeinsamen Zugfahrt erreichten wir die Wewelsburg und bezogen die Jugendherberge, die sich direkt auf dem Gelände befindet.

Nach dem Mittagessen starteten wir mit einem Einführungsfilm, der uns einen ersten Überblick über die Geschichte des Ortes vermittelte. Anschließend erkundeten wir in Kleingruppen das Gelände sowie das ehemalige KZ. Dabei suchten wir gezielt nach Überresten des Lagers und setzten uns mit deren ursprünglicher Funktion auseinander.

Tag 2: Ausgrabung und Besuch der Gedenkstätte

Am Dienstag stand ein besonders praxisnaher Programmpunkt auf dem Plan: der Besuch des ehemaligen SS-Schießstands. Dort durften wir bei archäologischen Ausgrabungen mithelfen. Diese Erfahrung war für viele von uns neu und machte Geschichte auf eine ganz andere Weise greifbar.

Am Nachmittag besuchten wir die Erinnerungs- und Gedenkstätte der Wewelsburg. Im Museum sowie im Nordturm der Burg erhielten wir vertiefte Einblicke in die Ideologie der SS und die Bedeutung der Wewelsburg während der NS-Zeit. Dabei wurde uns deutlich, wie stark Geschichte an authentischen Orten wirken kann.

Tag 3: Besuch des Gedenkortes

Am letzten Tag besuchten wir den GeDenkOrt Wewelsburg. Der Gedenkort befindet sich in der ehemaligen Küche des Konzentrationslagers, die als eines der wenigen Gebäude erhalten geblieben ist. Im Mittelpunkt stand hierbei das Thema Zwangsmigration im 20. Jahrhundert am Beispiel des Dorfes Wewelsburg sowie die Lebenswege von Menschen, die zu unterschiedlichen Zeiten zwangsweise nach Wewelsburg kamen.

Fazit und Abschluss der Reise

Nach drei intensiven Tagen voller Eindrücke traten wir am Mittwochnachmittag die Rückreise nach Duisburg an. Die Fahrt hat uns nicht nur neues Wissen vermittelt, sondern uns auch deutlich gemacht, wie nah und greifbar Geschichte werden kann, wenn man sich direkt an historischen Orten befindet.

Wir nehmen aus dieser Fahrt mit, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich der Bedeutung zentraler Werte wie Menschenwürde, Frieden und Freiheit bewusst zu sein.